About

Brainstorm zum Namen philolog, anstatt eines Bekennerschreibens: Update im August 2007

Antike

Die Klassische Philologie ist die Philologie, die sich mit den beiden (als „klassisch“ betrachteten) Sprachen Lateinisch und Altgriechisch sowie den literarischen Zeugnissen der griechischen und römischen Antike beschäftigt. Sie kann unterteilt werden in

Sie ist auch ein Teilgebiet der Klassischen Altertumswissenschaft. Der abgedeckte Bereich umfasst dabei den Zeitraum vom Beginn der griechischen Literatur (Homer, Hesiod) im 8. Jahrhundert v. Chr. bis zum weitgehenden Erlöschen der spätantiken Literatur um das Jahr 600 n. Chr. […] Quelle: wikipedia

Mittelalter

[…] Martianus Capella (Neoplatonist,lebte Mitte des 5.Jds. n. Chr.) vermittlelte dem Mittelalter das römische Konzept der septum artes liberalis – Grammatik,Rhetorik,Dialektik,Arithmetik,Geometrie,Astronomie und Musik – in Form einer allegorischen Darbietung – sie werden als Hochzeitsbeigaben der göttlichen Jungfrau Philologia gezeigt und macht deren Siebenersystem verbindlich. Auch für Capella diente Ciceros Rhetorik in der Forderung der Unitas von sapienta & eloquentia und sowie in der Darstellung des humanistischenIdeals als Vorbild. Das Werk wurde in der Folgezeit häufig kommentiert, so z.B von Notket d. Deutschen.[…] aus: J. Cünnen,Fiktionale Nonnewelten,Heidelberg 2000

–> Zur Rolle der eloquentia im Barock: siehe Wels, Volkhard: Triviale Künste

Moderne

Germanistik/dt. Philologie ist die akademische Disziplin der Geisteswissenschaften, die es als Aufgabe hat, die deutsche Sprache und Literatur in ihren historischen und gegenwärtigen Erscheinungsformen zu erforschen, zu dokumentieren und zu vermitteln. Die moderne Germanistik wird heute meistens als Kombination aus drei Teilfächern angesehen, der deutschen Sprachwissenschaft, der älteren deutschen Literaturwissenschaft (Mediävistik) und der neueren deutschen Literaturwissenschaft.[…] Quelle: wikipedia

Diachronie: Im Gegensatz zur Synchronie der vergleichenden Sprachwissenschaft wird hier die Sprache nicht auf einer Zeitebene untersucht, sondern ein Aspekt wird durch ausgewählte (oder alle) Zeitebenen untersucht, verschiedene Sprachstufen werden miteinander verglichen (beispielsweise die Entwicklung vom Mittelhochdeutschen zum Neuhochdeutschen etc.).

Die Postmoderne: Bahnbrechend für die Postmoderne als geistig-kulturelle Bewegung war schließlich Jean-François Lyotard mit seiner Schrift Das Postmoderne Wissen [Passagen Verlag Wien], die 1979 zuerst veröffentlicht wurde. Mit dieser Schrift machte er den Begriff „Postmoderne“ allgemein bekannt. Ursprünglich als Studie über die Rolle des Wissens in postindustriellen Gesellschaften für die kanadische Regierung geschrieben, bereitete er mit seiner These des Endes der großen Erzählungen die Basis für viele Entwicklungen in Philosophie, Kunst, Kultur, sowie den Gesellschaftswissenschaften. Nach Lyotard gibt es drei große Meta-Erzählungen:

  1. Aufklärung
  2. Idealismus
  3. Historismus

Im Weblog „Der Verwerter“ gibt es einen Versuch der zusammenfassenden Nachbetrachtung der philosophischen Postmoderne. Die strukturalistischen Autoren haben die Disziplinen demnach neu aufgerollt. Foucault die Historiker, Levi-Strauss die Anthropologie, Barthes die Schriftgelehrten und die Ikinographie, u.v.a.m. . Die Neuordnung der Geisteswissenschaften der letzten 10 Jahre in die die sog. Kulturwissenschaften wirkt wie die Freilegung des wissenschaftlichen Denkens in die Form eines Steinbruchs: Keiner weiss, wohin das Geröll an Erkenntissen derzeitig genau abgefahren wird. Die thematisch interdisziplinäre Verschränkung scheint die einzige Rettung zu sein und neue (elektronische) Kommunikationswege eröffnen so neue Denk- und Forschungsräume. Das grösste Verdienst der postmodernen Denker: Die Ablösung des Wahrheitsparadigmas in den Geistewissenschaften.

post-Postmodern:

z.B. das philologische klo

by curry

4.11.07

Einen Glückwunsch zum ersten Jahr Philologisches … hm … Klo! (und zur Raumzeit, o.J.) von Zettels Raum

Zugegeben, der neue Titel hat mich nicht begeistert, damals. „Augenzuppler“, das hatte mir gefallen. Ich wußte und weiß nicht, wer oder was das ist, ein Augenzuppler. Aber es klang nett. Irgendwie folkloristisch und ironisch zugleich; ein wenig nach Karl Valentin. Aber „Philologisches Klo“? Mußte das sein?

Als Zuppi sich zum Umzug und Neustart entschloß, trug der Link dorthin noch den Namen „philolog“; und so habe ich’s auch verlinkt. Dann wurde es zum Klo; nun ja.

Soviel an Kritik. Der Rest ist ein Loblied.

Ein Loblied nicht nur auf das „Philologische Klo“, das – kurios, wie schnell die Zeit vergeht! – nun schon ein Jahr alt ist, sondern auch auf seinen, wie soll ich sagen, kleinen Bruder. Nein, ein kleiner Bruder ist „Raumzeit“ eigentlich nicht; eher ein alter ego. Zwei meiner Lieblingsblogs aus unserer Blogokugelzone.

Das „Philologische Klo“ ist überwiegend politisch, wenn auch in einem weiten Sinn. Die „Raumzeit“ ist, sagen wir, kulturwissenschaftlich, auch in einem weiten Sinn. Die Themenwolke zeigt dort am dicksten „Personen“, dann „Geschichte“, „Ideologie“, „Kulturwissenschaft“, etwas kleiner „Blogwelt“, „Dokumentarfilm“, „Identität“.

Eine Überschneidung gibt es schon im „Philologischen Klo“. Auch dort „Personen“, „Kultur“, „Blogwelt“ ganz groß; dann aber „Wissenschaft“, „Gesellschaft“, „Free West“ und „Zeitgeschichte“.

Ich habe mich ein wenig gewundert, daß Begriffe wie „Nazismus“, „Kommunismus“ und „Freiheit“, daß „Islam“, „USA“ und „Palästina“ fehlen, in dieser Themenwolke. Nun, das mag daran liegen, daß das keine Kategorien sind, sondern eher Themen innerhalb von Kategorien.

Es sind jedenfalls Themen, um die Zuppis Beiträge im „Philogischen Klo“ immer wieder kreisen. Es gibt eine eigene Sektion („Dossier“) zum Thema „EU-Islam“, eine andere heißt „Goldhagen-Debatte 2006“; und da geht es nicht um willige Vollstrecker, sondern um den politischen Islam.

Das sind Schwerpunkte; aber Schwerpunkte innerhalb einer großen Vielfalt von Themen. Einer Vielfalt, die – jedenfalls aus meiner Sicht als Provinzler – das widerspiegelt, was alles in Berlin diejenigen beschäftigt, die mit wachem Intellekt in ihre soziale, ihre politische, ihre kulturelle Umwelt gucken.

Vielfältig ist das genauso, wie das Themenspektrum von „Raumzeit“ in viele Bereiche hineinragt. Im About schreibt Zuppi „Neben der Analyse von Ideologien sollen hier die Erkenntnisse der Kultur-, Lebens- und Technikwissenschaften bereitgestellt werden. Ausserdem spielt der gesellschaftliche, mediale Dislurs eine massgebliche Rolle.“

Von einem anderen geschrieben, könnte das ein wenig vollmundig klingen. Aber nicht bei Zuppi!

Was mir an beiden Blogs mit am besten gefällt, das ist – neben der Fülle der Informationen, neben dem klaren und mir sehr sympathischen politischen Urteil – die Art, wie der Autor sich selbst zurücknimmt. Er informiert uns, er macht auf etwas aufmerksam, das wir sonst übersehen hätten. Er hält mit seiner Meinung nicht hinter dem Berg, aber er drängt sie uns auch nicht auf.

Wir merken schon, daß er seinen Adorno gelesen hat, seinen Habermas. Aber er schreibt dennoch ein schönes, klares, ein ganz unpretentiöses Deutsch.

Drum also, statt ad multos annos, schlicht auf deutsch: Weiter so, lieber Zuppi!


Nachtrag: Alle Fragen, die ich offenlassen mußte, hat Zuppi in einer freundlich- erhellenden Antwort geklärt.
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DIE ANDEREN:

Paul13 von nbfs sortiert das philologische Klo in seiner Blogrolle unter dem Label „Zionistische Weltverschwörung“ ein und ich fühle mich in der Gesellschaft von cafe critique, nichtidentisches , rock’n riot ,usw.. nicht im geringsten fehlplatziert.

Dt. Piraten Newcomer Blogcharts vom 19092007 : #2251  Philologisches Klo

Es war einmal (m)ein Blog:

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Patchwork von augenzupppler.tk

die Anderen: „imperialistenbüttel“,“neoconsöldner“,“zionistischer weltverschwörer“,“mossad- und cia-agent“, „noch sozialromantiker“

 

 

2 Comments

  1. Posted April 23, 2008 at 11:57 am | Permalink

    Guten Tag,

    ich schreibe Ihnen diese Nachricht um Ihnen die Entstehung einer neuen Internet-Seite in diesem Jahr anzukündigen: http://www.islam-documents.org

    Er präsentiert mehr als 15.000 Dokumente zur Entstehung des Islam mit der Zielsetzung zu enthüllen, auf wissenschafliche und kritische Weise, manchmal spottend. Es handelt sich um die größte Quelle an Dokumenten zu dem Thema, häufig mit bisher unveröoffentlichtem Inhalt.

    Eine klein Gruppe von Universitätslehrern in Frakreich hat die Aufgabe übernommen.

    Eine neue Version ist in Vorbereitung, durchgesehen und erweitert. Sie umfaßt 2700 Seiten und wird im April 2008 zur Verfügung stehen.

    Schauen sie sich an !

    GC

  2. Posted April 23, 2008 at 4:11 pm | Permalink

    Liebe/-r GC,
    merci vielmals für den wertvollen Hinweis auf diesen interessanten Quellenfundus😉


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