Referendum Airport Berlin-Tempelhof

Schneller war eigentlich nur noch der eigene Heli auf dem Dach,die Fliegerei von Tempelhof aus war super fix: Check-in,Gepäckabgabe und man sass quasi schon im Flieger.Keine kilometerlangen Märsche durch ätzende Architektur,einfach aus der übersichtlichen,gewiss hässlichen Haupthalle heraustreten,schon steht der Fluggast auf der Gangway und schüttelt noch eben Naomi Campbell – wenn sie nicht gerade wieder der Tobsucht fröhnt – die Hand mit den besten Wünschen für den kommenden Job. Genug Subjektivismus.

Der Termin zum Bürgerbegehren gegen die Flughafenschliessung rückt mit 7-Meilenstiefeln näher und mittlerweile wird das Gerede darüber immer wüster. Die Flughafengegner greifen ganz tief in die antikapsche Neidkiste. Die Befürworter ergehen sich in xenophoben Standortdebatten zum Schutz des Tempelhofer Gartenzwergbesitzers vor den migrantischen Neuköllner Drogendealern,die vom Volkspark Hasenheide aus direkt den angedachten Park auf dem Flughafengelände in Besitz nehmen würden. Und nun das: Die NPD hat sich mit ihrer ureigenen Referenz in die Debatte eingebracht,denn Tempelhof war ein fester Bestandteil in den Plänen des GröFaZ für die Reichshauptstadt Germania. Da plädiert der nationale Häschenwiderstand natürlich für den Erhalt des ehemaligen Nazitempels. So wird die Abstimmung am Sonntag wohl doch noch zum Hammelsprung. Stairways to heaven: Mehr zu lesen gibt es bei Daniel,Euckens Erbe, Dissi,Ivo,Gideon und waity.

update: das war dann wohl nix,quorum von 25% knapp verfehlt. erklärungsversuche bei euckens erbe , telegehirn und zettel.

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