Wie Zumwinkel konnte das passieren?

Nachdem der Chefmanager von der Post-AG mit seinem Schild „Ich bin ein Steuerflüchtling – und eine Schande für Deutschland“ um den Hals durch das mediale Dorf getrieben wurde, mehren sich im Netz die Hypothesen, wie es zu diesem schwer begründbaren Ausbruch aus den „Grundsätzen ordnungsgemässer Buchführung“ (in der BWL kurz als GOB bekannt) eigentlich kommen konnte?

Bis zur juristischen Aufklärung der Causa wird noch einige Zeit ins Land gehen und die CD aus dem Fürstentum Liechtenstein birgt ja noch unzählige Namen für weitere mediale Knallfrösche. Blogggparty hat schon ein paar Erklärungsvorschläge zu unterbreiten: Eine Wette unter Trunkenbolden oder ganz Nina Hagen like, die Ausserirdischen haben Zumwinkel zum Beiseiteschaffen des Zasters gezwungen.

update

es wird immer besser. jetzt erklärt liechtenstein der brd den juristischen krieg und der erbprinz aus vaduz reagiert scharf auf die dt. hetzkampagne, währenddessen trifft sich der mp mit angie zum krisengespräch. da hat der kameltreiber aus dem bmf aber was angerichtet.

references:
Ich kopiere mir grad mal Daten auf ne DVD

Komplize Staat
Hassobjekt Liechtenstein
Fuck you! aus der Schweiz
D vs LI
Operation Liechtenstein
Ja, ja, die gierigen Besserverdiener
Der große Bluff (aktualisiert)

5 Comments

  1. Posted Februar 16, 2008 at 9:56 am | Permalink

    Das Radio (oder der NDR) hat mich gerade schon beim Frühstück mit der Geschichte belästigt. Ein „Wirtschaftspsychologe“ konnte erklären, warum Menschen, „die schon so viel Geld haben, noch mehr wollen, obwohl sie damit doch eigentlich gar nichts mehr anfangen können.
    Es läge am Trieb, sich etwas zu beweisen – eine Mutprobe unter Sonderlingen, was wir normalen (richtigen) Menschen gar nicht nachvollziehen könnten. Schon schlimm.

  2. Posted Februar 16, 2008 at 11:38 am | Permalink

    Ach du lieber Gott,jetzt melden sich schon BetriebsPsychos zu Wort,das geht ja immer schneller mit der Exegese der Psyche der Hochfinanz.Komischerweise kommt dABEI auch nicht viel mehr an Erkenntnissen heraus als bei den so unsäglich klassischen,sozialneidischen Verweisen auf „Die Da Oben,Wir Hier Unten“.
    Es gilt natürlich die Unschuldsvermutung,bis das Gegenteil bewiesen ist.Aber die Zeit der Rechtsfindung lässt halt jede Menge Raum für Spekulationen über die VIPs offen.
    Während dessen sind mir die Titanic-Einlagen von blogggparty noch der angenehmste Umgang mit der klammheimlichen Staatsverdrossenheit der Medienfresse,die immer wieder neue „Volksschädlinge“ durch die Republik treibt: Ob Florida Rolf oder Zumwinkel,es bleibt alles beim Alten: „Der Andere soll auf keinen Fall mehr haben dürfen als ich“ oder eben der alte Gassenhauer „Klassenjustiz“.
    Nach solchen Kampagnen muss ich immer ganz, ganz laut „GOOSE“ hören😉

  3. Posted Februar 16, 2008 at 11:32 pm | Permalink

    „Die hier (oder da?) unten“ sind inzwischen auch zu Wort gekommen. Nach dem Analysespaßmacher haben sie Postboten auf der Straße nach ihrer Meinung zu „der Sache“ gefragt. …

  4. Posted Februar 17, 2008 at 8:50 pm | Permalink

    huhu karwan baschi,
    soweit ich die debatte aktuell mitverfolgt habe,geht es nun darum,ob regierungsstellen sich auf dem schwarzmarkt informationen gegen dort übliches entgelt besorgen dürfen.die empörung der ordentlichen steuerbürger war wohl nur der auftakt zur implementierung von ganz modernen formen der governance,die auch mit kriminellen millieus kooperiert.das wird ja noch ein richtiger spass😉
    PS: DF stellt gar die Frage,ob das BMF eine kriminelle Vereinigung darstellt.

  5. Posted Februar 20, 2008 at 9:24 am | Permalink

    Der Liberalismus – die Freiheit für die Menschen, gepaart mit der Selbstverantwortung für sich selber zu sorgen – hat Deutschland reich gemacht. Jetzt ist nicht mehr jeder selber seines Glückes Schmied, sondern ausgerechnet der Staat.
    Zum Glück gibt es – bis man eine Mauer baut – ja noch die Exit-Option. Seid willkommen, deutsche Steuerzahlende aller Lohnklassen, in der liberalen Schweiz! Da wo der Staat euch noch etwas netto in der Tasche lässt, da wo ein flexibler Arbeitsmarkt mit wenig Kündigungsschutz für eine tiefe Arbeitslosigkeit sorgt, da wo tiefe Steuern zu mehr Steuereinnahmen führen etc. pp.
    Allfällige Interessenten dürfen sich gerne an mich wenden, ich organisiere alles für Sie – solange die Mauer nicht steht. Dann schauen wir weiter, denn Tunnels bauen wir auch…


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