Rosa hatte Geburtstag

Das Weekend war recht turbulent, habe viele Menschen getroffen: Arbeiterfreunde aus der Schweiz, Antifas aus allen Flecken der Republik, politische Diskussionen bis zur psychischen Erschöpfung.

Nicht der Homosexuelle ist pervers … Sonntag, Rosas 65iger Geburtstag in Mitte – die letzte Begegnung ist über 10 Jahre her, ich turnte gerade an der FU bei den Filmwissenschaftlern herum, selbiges Institut sollte gerade abgewickelt werden und Rosa kam mit seinen Leuten als Soli-Statement gegen die Schliessungspläne der Uni an das von Studenten besetzte Institut in der Mecklenburgischen Strasse in Wilmersdorf, natürlich nicht ohne die versammelten, männlichen Studis mit seiner Lieblingsfrage „hatten Sie eine schwere Kindheit?“ aus der argumentativen Reserve zu locken, was leidlich gelingen konnte.

Rosa hat das Homo-Thema in der BRD seit den 60iger Jahren oft auf umstrittene Weise in die feindselige Öffentlichkeit gerotzt. O-Ton Rosa: Seit über 30 Jahren nerve ich nun die Nation mit meinen über 60 Filmen, endlosen Talkshows, vielen Büchern, Hörspielen und Theaterstücken , es war sein Stil und viele der heutigen Freiräume sind ohne sein Wirken schwer vorstellbar. Ob er politisch immer richtig lag, steht auf einem anderen Blatt und dies ist nicht der Ort des Richtens, sondern es soll ein kleiner Gruss zum Jahrestag der öffentlichen Person Rosa sein. In den letzten Jahren hat sich Rosa mit seinen familiären Wurzeln befasst, seine Mutter eröffnete ihm erst erst mit 58, ihn in der Kriegszeit an Kindes statt angenommen zu haben und Rosa hat die Sache natürlich zu seinem jüngsten Filmprojekt gemacht. Die Spur führt auf der Suche nach seinen leiblichen Eltern in ein SS-Bordell nach Riga.

Von meiner Seite zum 65igsten jedenfalls noch einmmal beste, virtuelle Grüsse, viel Kraft für die noch anstehenden Herausforderungen: Happy Birthday !!

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