Shoah Vermittlung in Israel

Lila berichtet sehr persönlich vom „Polen-Abend“ ihres ältesten Kindes, israelische Schüler berichten dort von ihrer Abschlussfahrt nach Auschwitz im Rahmen einer Gedenkveranstaltung. Ein sehr lesenswerter Bericht: Erev polin .

references:
Erinnern

2 Comments

  1. Lina
    Posted November 8, 2007 at 2:05 pm | Permalink

    (Bei B.L.O.G. gelesen) – Ja, ergreifend. Und was ich besonders schön daran finde: Der Text ist im selben Geist geschrieben, den Lilas Worte hier beschwören:

    „Ich sehe ja diese Fähigkeit zur Dankbarkeit, diesen Willen, jede positive Tat anzuerkennen und zu benennen und nicht in Vergessenheit geraten zu lassen, als besonderes Charakteristikum der jüdischen Mentalität, wenn es sowas überhaupt gibt…“

    Und andererseits – wenn sie darin Recht haben sollte – sinkt mir das Herz: „Der Diskurs der raffgierigen Juden, die per Shoah ihre Schäflein ins Trockene bringen, ist fast schon wieder akzeptiert. Der Diskurs der rachsüchtigen Juden, die an den Palästinensern nun ihr Mütchen kühlen, nachdem sie die Welt ausgetrickst haben, um ihnen den Staat zu stehlen, ist in Deutschland mainstream-fähig.“

    Ist er das wirklich? Ich will es einfach nicht glauben. Und wenn es so ist, hat dann nicht das Mahler/Friedmann-Interview noch weitere Schleusen geöffnet, den Diskurs auf eine gesellschaftsfähige Ebene zu heben, ihn sozusagen in eine nunmehr „befreite Zone“ zu stellen?

    Schwere Fragen, die sich einem angesichts dieser Geschichte stellen.

  2. Posted November 8, 2007 at 7:19 pm | Permalink

    hallo lina,
    ich fand lilas text auch sehr bewegend, er animiert zu vielerlei gedanken.
    ich denke,es gibt verschiedene wege,sich der mainstream-these lilas zu nähern.ihren weg solltest du aber auch mit ihr debattieren,sie führt ansnsten ein sehr reges kommentarregiment auf ihrem blog,aber ihr beitrag ist so sehr persönlich verfasst,ich würde den auch nicht von irgendwem so einfach verhackstücken lassen wollen.

    ein paar eckpunkte zur unterstreichung der maisntream-these:
    1. seit der letzten palästinenser-intifada ist die mittige berichterstattung über israel in tv, zeitung und sonstiger publizistik zunehmend missgünstiger und überkritisch mit israel verfahren. die positionen der extremistischen rechten/linken einmal aussen vor gelassen.
    2. verbunden mit einer neuen form der schlusstrichstimmung unter den holocaust – deren spezialform die daraus abgeleitete deutsche selbstverpflichtung zur kritischen soli mit israel im geiste von schröders schreckensregime in puncto aussenpolitik von 98-05 darstellt,die das ganz unverfroren auch noch als freundschaftlich bezeichnet. wer solche freunde wie die dt. sozialdemokratie hat,braucht eigentlich garkeine feinde mehr.
    3. die ausser achtlassung jeglicher journalistischer sorgfaltpflicht in der berichterstattung über den letzten krieg der hizbollah gegen israel von libanesischen terretorium aus. der aufmerksamen liberalen bloggerwelt ist eine entlarvung dieser tendenziösen kriegsberichterstattung zu verdanken – stichworte: the green helmet und palllywood.
    4. diverse studien über den anwachsenden antisemitismus in dieser republik und der ganzen eu.
    5.an israel und den juden kühlen sich nicht nur politische extremisten ihr mütchen,sondern diverse nationale befindlichkeiten können sich hier frank und frei abreagieren: die trümmertrude aus dresden anno 45, der friedenbewegte amerikahasser, der palästinensertuchträger, der islamistenversteher, die couch-potatoe-nahostexperten, usw….

    zu friedman/mahler:
    einige sagen,es sei ein demaskierendes, blossstellendes interview und jeder könne nun spätestens sehen, was die nazis wirklich wollen. es wird unterstellt, die nazi-sympatisanten wüssten nicht, was die npd und die freien kameradschaften eigentlich wollen.ich halte diese annahme gelinde gesagt für unwahrscheinlich, sie hilft nur der pds – die sich mit putin, castro, chavez, den islamisten und ahmadinedschad wohler fühlt, als beispielsweise mit der afghanischen regierung.


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