RAF,die Linke und der Mord

Die Volksbeglücker von der RAF haben auch zum 30 jährigen Jubiläum des heissen Herbstes immer noch ihre Fürsprecher in der restlinken Öffentlichkeit, zuletzt fiel die junge-welt in ihrem Eifer für die vorzeitige Haftentlassung von Bumm-Bumm-Biggi Mohnhaupt und Herrn Klar auf. In einem extra-print der morgigen jw wird auch einGespräch zwischen Helmut Pohl und Rolf Clemens Wagner veröffentlicht. Dort wird laut WELT der RAF’ler Wagner so geniale politische Rückbetrachtungen wie etwa diese hier

„Manche Ergebnisse unserer Überlegungen bleiben auch aus heutiger Sicht richtig. Wie die Entscheidung, Hanns Martin Schleyer zu entführen.“

zum x-ten Mal wiederholen. Und die Linke wird sich in Schweigsamkeit, Zufriedenheit oder offener Begeisterung über solchen Wörtermüll zurücklehnen. Einen Rest an Scham ist aber bei der jw-redaktion wohl doch noch vorhanden. Der Mördersprech ist nur für die ganz 150%igen Leser des antiimperialistischen Kampfblattes zugänglich, man benötigt ein online-Abo oder musste die ehemalige FDJ-Postille am Kiosk erwerben, um in den Besitz der antiimperialistischen Traditionspflege zu gelangen. Oder ist das nur eine kalkulierte Beschränkung des Leserkreises ?

references:
Wie die Werwölfe
Stammheimzellenforschung

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