Trennung: Spreu vom Weizen

jungle world 10 jahreDie Trennung der jungle-world von ihrem nationalbolschewistischen Mutterhaus junge-welt in Ostberlin war eine politisch-historische Notwendigkeit. Die ostzonale FDJ-Schmierenpostille arbeitete als Tageblatt weiter, die „bessere Hälfte“ wurde und wird als Wochenblatt aus Kreuzberg-61 herausgegeben . Ist das wirklich schon 10 Jahre her? Ivo Bozic erinnert sich dankenswerter Weise als insider und hier berichtet er eine aktuelle Schreiberei über Israel in der Berliner Obdachlosenzeitschrift Strassenfeger und hier die tetxuelle Auseinandersetzung des überzeugten antizionistischen Schreiberlings „scharmann“ mit Gideon Böss. Nicht nur links- und rechtsextreme Wirrköpfe oder Islamisten fordern ihr Recht auf Antisemitismus ein. Auch die prekäre Journaillie von der Strasse steht dafür an – und wer sagt denn nur, Obdachlose dürfen nicht die idealistischen Träume ihrer Grossväter mit dem spitzen Bleistift wieder aufgreifen, vor allem dann, wenn es um Juden und Israelis geht. Jetzt fehlt nur noch: Cain Külbel von der Karate-StaSi setzt sich gemeinsam mit Udo Voigt von der NPD für die Meinungsfreiheit des „scharmann“ auf Antisemitismus ein und Möllemann und Arafat sekundieren aus dem Off des Hades, einer als Fallschirmspringer,der andre als korrupter Uniformträger, aber beide ganz ikonographisch und idealistisch.

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