Salman Rushdie

Ein Fundstück des subalternen EU-Islam

Rushdie smallDie Queen von England wird Salman Rushdie auf Vorschlag von Tony Blair in den Ritterstand erheben, er darf dann mit Sir angesprochen werden- ich rede ihn schon seit Jahren so an. Islamisten sind darüber erwartungsgemäss empört, denn immerhin existiert seit 1989 eine Todes-Fatwa des iranischen Mordbrenners Khomeini und der schreibende Mann dürfte demnach eigentlich garnicht mehr unter den Lebenden wandeln, genau so wie Theo van Gogh – im Unterschied zu dem hat er Personenschutz und lebt sehr abgeschirmt. Das iranische Aussenministerium hat auch den britischen Botschafter in Teheran einbestellt, um offiziell gegen die Würdigung des Schriftstellers zu protestieren – ihr Landesvater hat das Todesurteil schliesslich vor einigen Jahrzehnten ausbaldowert. So weit, so schlecht.

Nun gibt es im deutschsprachigen Raum nicht nur irre, antizionistische Antiimperialisten vom Schlage der Wiener AIK, die sich mit Islamisten verbünden. Auch promovierte Juristinnen aus dem süddeutschen Raum möchten die militante Empörung der Moslems in der Welt gleichsetzen mit der Aufregung über die Empörung und bigbertamXP – das Internetpseudonym der praktizierenden Juristin – leistet so ihren propagandistischen Beitrag zur Akzeptanz von Mordaufrufen islamistischer Extremisten und verhöhnt deren Zielpersonen und Opfer in Europa sowie dem Rest der Welt.

references:
Wallraffpädagogik von Liza
Watchblog Heterophobie von Gay-West
Ein offener Brief an Sir Salman via anaximander
fünfteiliges Interview mit Sir Salman auf youtube via anaximander.
God save the Queen
Anatomie der Empörung Fragen von Zettel
Anatomie des Aufruhrs von cliff cosmos

2 Comments

  1. mXP
    Posted Juni 21, 2007 at 11:26 pm | Permalink

    Die Queen von England hat Salman Rushdie in den Ritterstand erhoben, er darf nun mit Sir angesprochen werden.

    Das ist nicht richtig. Er soll geadelt werden. Bis jetzt wurde er „nur“ vorgeschlagen.

    Das iranische Aussenministerium hat auch den britischen Botschafter in Teheran einbestellt, um offiziell gegen die Würdigung des Schriftstellers zu protestieren – ihr Landesvater hat das Todesurteil schliesslich vor einigen Jahrzehnten ausbaldowert.

    Falsch, die iranische Regierung hat sich bereits vor Jahren von der Fatwa distanziert.

    Auch promovierte Juristinnen aus dem süddeutschen Raum möchten die militante Empörung der Moslems in der Welt gleichsetzen mit der Aufregung über die Empörung und bigberta – das Internetpseudonym der praktizierenden Juristin – leistet so ihren propagandistischen Beitrag zur Akzeptanz von Mordaufrufen islamistischer Extremisten in Europa.

    Falsch. Der Artikel stammt nicht von Bigberta, sondern von mir. Auf den einzelnen Artikelseiten kann man den jeweiligen Autor nicht sehen, was dem WordPress-Theme zuzurechnen ist. Aber auch sonst ist mir die Stoßrichtung deiner Kritik

    leistet so ihren propagandistischen Beitrag zur Akzeptanz von Mordaufrufen islamistischer Extremisten in Europa.

    nicht ganz klar. Könntest Du bitte anhand explizit genannter Textstellen verdeutlichen, wo ich die Akzeptanz von Mordaufrufen propagandistisch befördere? Ich bin ja sachlicher Kritik nicht abgeneigt.

    Grüße,
    mXP

  2. Posted Juni 22, 2007 at 5:35 pm | Permalink

    ich habe zwei sachliche korrekturen in meinem eintrag vorgenommen,danke für die information.
    sie behaupten,die khomeini fatwa habe keine gültigkeit mehr,das ist mir allerdings neu.
    „Ich bin ja sachlicher Kritik nicht abgeneigt.“
    das interessiert mich allerdings überhaupt nicht,dies hier ist mein tagebuch und kein kritikforum.


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