Jubiläumsgedanken

Romy Schneider vor 25 Jahren gestorben

Romy Schneider ArchivRomy SchneiderRosemarie Magdalena Albach-Retty – (* 23. September 1938 in Wien; † 29. Mai 1982 in Paris ) war eine österreichische Schauspielerin, ihre Mutter war die Schauspielerin Magda Schneider (* 17. Mai 1909 in Augsburg; † 30. Juli 1996 in Berchtesgaden), Vater war der Schauspieler. Wolf Albach-Retty . Bruder: Wolf-Dieter (* 1941), lebt als Chirurg in Zürich. Kinder: Mit dem Theaterregisseur Harry Meyen, dem Vater ihres Sohnes David-Christopher (* 3. Dezember 1966; † 5. Juli 1981) , am 21. Juli 1977 kam die gemeinsame Tochter Sarah Magdalena mit ihrem Sekretär Daniel Biasini zur Welt. Die Kindheit und Jugend verbrachte Romy bei ihren Grosseltern und im Internat, Filmdebut in 1953 mit Wenn der weiße Flieder wieder blüht und ab 1955 grosser Erfolg mit der Sissi-Trilogie, mit Mutti Magda fast immer im Schlepptau. Ende der 50iger Jahre geht sie nach Frankreich , sie dreht keine Schnulzenfilme mehr, sondern sie arbeitet auf der Bühne und beim Film an ernsthaften Rollen, was ihr beim volksdeutschen Mob den Spitznamen Franzosen-Flittchen einbrachte. Damit war sie in guter Gesellschaft mit Marlene Dietrich, die in der gleichen Zeit von den Volksgenossen wie dreissig Jahre zuvor als Ami-Hure begrüsst wurde. Bis zum händchenhaltenden Politikerpaar Mitterand und Kohl waren es noch einige Jahrzehnte hin. In den Medien wurde sie nach Sissi als nicht glücklich werdende Schauspielerexilantin behandelt, die nach vielen Ehen, Trunk, Drogen- und Tablettensucht und dem tragischen Unfalltod ihre Sohnes im Sommer 1981 am liebsten den Freitod angedichtet bekam – als Indiz reichte ihr Suizidversuch von 1964, nachdem sich ihr Lebensgefährte, der Schauspieler Alain Delon, von ihr trennte. Am 29. Mai 1982 wurde Romy Schneider von ihrem Lebensgefährten Laurent Petin tot in ihrer Wohnung in Paris aufgefunden. Herzstilstand mit 43 Jahren, ein natürlicher Tod. Als prototypischer Nachruf – soll heissen, so schaut die Kulturjournaille auf einen Filmstar zurück – hier der von 3sat-kulturzeit:

„Im Film kann ich alles, im Leben nichts“ – Romy Schneider zum 25. Todestag

Im Innern noch ein Kind, wird sie zum Superstar gemacht, zu dem sogar Erwachsene aufblicken. In einer fremden und lieblosen Welt begehrt Romy Schneider, geliebt zu sein, und sie wird geliebt. Ihr Publikum, vor allem in Deutschland, liebt seinen Traum, der auf der Leinwand in Erfüllung geht, liebt seine romantische Prinzessin, liebt seine Sissi. Doch die Prinzessin will auch erwachsen werden und leben. In dem Moment, da sie ihr kindliches Kostüm ablegt, hasst sie das Publikum, denn es fühlt sich seines Traumes beraubt. Wie könnte eine Romy je in eine andere Rolle schlüpfen, war sie nicht die eine wahre, kindliche Kaiserin von Österreich selbst, die im Kino wieder zum Leben erweckt ward? Eine Summe von 57 Filmen beweist, dass sie es dennoch gekonnt hat. Die 1938 geborene Romy Schneider nimmt bereits 1962 an der Seite von Orson Welles an der Verfilmung von Kafkas Roman „Der Prozess“ teil. Doch erst unter der Regie von Luchino Visconti in „Schade, dass du eine Dirne bist“ und 1974 in „Trio Infernal“ löste sie sich gänzlich von dem romantischen Image, das die frühe Nachkriegszeit und die Generation des Wirtschaftswunders wünschte und brauchte.

Zwischen grausamer Realität und Schauspiel

Ihr Leben war ein Dasein zwischen grausamer Realität und lauterem Schauspiel, großen Erfolgen und hässlichen Niederlagen. In ihrem Privatleben hin und her gerissen zwischen Liebschaften, Selbstmorden ihr nahstehender Personen und dem Tod ihres eigenen Kindes, flüchtet sie sich in die süße Welt des Rausches und des Festes, des Alkohols und der Drogen. Nach der gescheiterten Liebesbeziehung zu Alain Delon und ihrem Suizidversuch 1964 heiratete sie den Schauspieler und Regisseur Harry Meyen, mit dem sie ihren Sohn David bekam. Später nahm Meyen sich das Leben, nachdem Romy sich ein Jahr früher von ihm getrennt hatte. Von ihrem zweiten Ehemann, Daniel Biasini, trennte sie sich sechs Jahre später. 1981, im Jahr der Scheidung, wurde ihr außerdem eine Niere entfernt, eine Folge maßlosen Tablettenkonsums über Jahre hinweg. Zudem starb ihr inzwischen 13-jähriger Sohn einen grausamen Unfalltod. Als er über einen Zaun klettern wollte, fiel er in dessen scharfe Spitzen und blieb hängen. Gescheitert am Ziel, gleichzeitig Filmstar, treusorgende Ehegattin und Mutter zu sein, sagte Romy einmal: „Im Film kann ich alles, im Leben nichts.“ Ihre 13 Jahre ältere Freundin, Hildegard Knef, selbst eine Diva, beschreibt in ihrer Biografie das stürmische Leben der 1982 gestorbenen Romy Schneider. „Leise hatte Romy Schneider ein lautes Leben verlassen.“ Das Herzversagen der 44-jährigen Romy wird oft symbolisch gedeutet als die Resignation einer von unerfüllter Sehnsucht und großem Leid erschwerten Seele. Am 29. Mai 2007 jährt sich Romy Schneiders Todestag zum 25. Mal.

Der Berliner-Zoo-Palast , das traditionelle Premierenkino, wird 50.

zoopalast sw1915 hieß es „Palasttheater am Zoo“, 1925 von der UfA übernommen und umgebaut zum „UFA Palast„. In 1956/57 neu aufgebaut und als „Zoo-Palast“ bis heute fortgeführt. Mit dem Marmorhaus gegenüber der Gedächtniskirche einer der Filmpaläste der ersten Stunde am Platz in Berlin-Charlottenburg und somit ein Kleinod der Cinematographiegeschichte. Von 1951 bis 1999 fanden dort die Berliner Filmfestspiele statt. Der grosse Saal ist einer der schönsten Lichtspielsäle, die ich kenne. Am Eingang werden bis heute grossformatige, handgemalte Premierenwerbebilder ausgestellt.

Der Zoo Palast ist derzeit in Besitz der insolventen UCI-Gruppe und wird in der heutigen Form nicht mehr lange bestehen, daran ändert auch die unter Denkmalschutz stehende Eingangsfront nichts.

references:
Romy Schneider Archiv

Marlene Dietrich Collection Berlin
50 Jahre Zoo-Palast

2 Trackbacks/Pingbacks

  1. […] references: Jubiläumsgedanken zu Romy Schneiders 25. Todestag […]

  2. […] zur Projektion anzubieten: Sissi in Paris. Im Mai letzten Jahres war ihr 25. Todestag, dazu meine Jubiläumsgedanken. Ich gebe gerne meine Sensitivtät für das Tragische in der Welt […]

Einen Kommentar schreiben

Required fields are marked *
*
*

%d Bloggern gefällt das: