weltfrauentag

schwarzer bohlen weltfrauentag 2007

der 8. märz ist ein ganz besonderer feiertag,er ist eine errungenschaft der wiedervereinigung,also ein kulturelles überbleibsel aus der ostzone. nun gibt es in ostdeutschland schon wenig genug zu feiern und ich nehme feiertage in diesem protestantisch geprägten gebilde berlin auch gerne hin, der strauss an alltagsthemen wird dadurch etwas bunter. blumen habe ich meinem lieben weiblichen nahbereich nicht mitgebracht, wohl aber einige biografische assoziationen zum thema:

zuppi ist im matriarchat aufgewachsen, sowohl von der grosselterngeneration als auch von der elterngeneration her betrachtet. die knilche konnten noch so zetern,auftrumpfen oder ihre männlichkeit in form von körperlicher kraft oder mentalen überlegenheitsposen ausspielen,es wurde fast immer nur das umgesetzt,was die frauen beschlossen haben: residenzentscheidungen, grössere anschaffungen, die gemüseauswahl im garten,die schule für die kinder. die kerle hatten allenfalls eine art von mitwirkungsfunktion, aber mitbestimmt wurde von deren seite eigentlich garnichts. mein grossvater kam aus der kriegsgefangenschaft bei den französchischen streitkräften ende der 40iger jahre zurück in das 1000-jährige trümmerreich und meine grossmutter und deren schwestern erzählten jahrzehntelang: der alte stand eigentlich nur im weg rum,war bis auf die gartenarbeit und kleinere schiebereien völlig nutzlos und seine älteste schwester habe ihn dann doch lieber in ein angestelltenverhältnis bei der kommune eingeführt, um ihn wenigstens für ein paar stunden am tag los zu sein – dort konnte er dann seine „alfred tezlaff seite“ ausleben. aber auch nur dort!

nun haben es viele frauen in akzeptable berufliche positionen geschafft, meine dienstvorgesetzte ist selbtsredend ein heute zu befeierndes wesen und ich kann sagen: es ist autobiogrfisch alles im vertrauten rahmen geblieben.

nick djungel dolly

nun tat sich vor einiger zeit eine journalistin publizistisch hervor und hat die altmodische „kkk-funktion“ der frau in einem bucherzeugnis als „eva-prinzip“ hoch stilisiert und die publizistische reaktion liess bis auf einige buchbesprechungen und nichtssagende talkshows länger auf sich warten. ausgerechnet desiree nick hat sich nun der hochstaplerin angenommen und eine nicht weniger polemische gegenschrift mit dem titel „eva go home!“ verfasst. ich schätze frau nick seit vielen jahren als darstellerin in ihren berliner bühnenprogrammen und ihre auftritte bei „big brother“ haben mich nach zlatkos burlesquen wieder öfters auf diesen sender geführt und ich habe ihre nervsägereien mehr als genossen. ihr buch disst frau hermanns mutterkeuz-schinken auf eine herrlich kurzweilige weise in den orkus. fein gemacht, desiree.

2 Comments

  1. Posted März 11, 2009 at 6:06 pm | Permalink

    merci für den interessanten link😉


One Trackback/Pingback

  1. […] Cosmoprolet hat sich im Rahmen meiner Einlassungen zum Weltfrauentag in 2007 mit einer interessanten historischen Fussnote jüngst zu Wort gemeldet:  Es geht um die […]

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