Libanon – Chile – Vatikanstadt

Im Libanon wird Präsident Siniora von Nasrallahs Hizbollah zum Rücktritt gezwungen – der will nicht mehr in Nasrallahs Kalifatstaatsreigen mitspielen und wird deswegen weggeputscht. Merke: Wer sich in der Frage Israel einig ist, muss innenpolitisch noch lange nicht harmonieren. Die dt. Diplomatie übt sich derzeit in Debilität: An Präsident Assad jr. , der die Zuspitzung im Libanon gemeinsam mit Iran erst forciert hat, wird appelliert, den prosyrischen Putsch zu verhindern. Das nenne ich eine Meisterleistung, Angie sollte besser Wiglaf Droste mit zwei Flaschen Whiskey nach Damaskus schicken, dann wären wenigstens lustige bon mots als Ergebnis in der nächsten Titanic zu erwarten. Siniora wird von keiner Seite unterstützt, auf sein Militär kann er sich nicht verlassen, die UNO guckt sowieso bei jeder Sauerei zu und die EU macht auf schwachsinnig.

In Chile liegt General Pinochet mit seinen 91 Lenzen im sterben, mögen die Dämonen der ermorderten Oppositionellen ihm die Hölle bis in alle Ewigkeit heiss machen. Das Selbe gilt übrigens für die schuldigen Obristen in Argentinien.

Henryk Broder in den Katakomben des Vatikan

Einen kurzweiligen Text über die theologischen Ansichten des päpstlichen Chefhistorikers Monsignore Walter Brandmüller z.B. zum Fall Galilei hat Herr Broder beim spiegel veröffentlicht. Hoffentlich war wenigstens das Essen gut.

PS:

taz-Blog: “Die Juden schaufeln mal wieder ihr eigenes Grab” 5.12. 2006

Das Telegehirn hat bei der taz gestöbert und dort ein Blog namens Datenscheich entdeckt. Der Autor ist ein gewisser Achmed Adolf Khammas. Ja, er heisst wirklich so – dank seiner Eltern, die sich, wie er selbst schreibt, “nie gescheut haben offen zuzugeben, einer national-sozialistischen Ideologie anzuhängen”. weiter geht es bei Martin Hagen via FdoG

Wo die taz ihr politisches Koordinatensystem verortet,wird von Jahr zu Jahr immer nibulöser. Eine Empathie für Israel kann den Schreiberlingen dort weiss GOTT nicht unterstellt werden. Das sie sich nun auch in Tabubrüchen ausprobieren und selbstbekennende Kinder von ausgesprochenen Nationalsoszialisten – erstmal nur über einen Blog-Link – zu Wort kommen lassen, lässt zumindest auf eine tiefe Wirrniss im gesellschaftlichen Wertekanon der ex-Müslifresser zurückschliessen. Na ja, der nächste Bettelaufruf für kostendeckende Abos wird wiederkehren, vielleicht erledigt sich diese Postille endlich über die Marktlogik.

eine Gegendarstellung von Achmed Khammas

Veröffentlicht Dezember 8, 2006 in 6:57 nachmittagsMein richtiger Name lautet Achmed Adolf Wolfgang Khammas. Aber da Ihr hier Kultur mit ‘c’ schreibt, mögt ihr den ‘Wolfgang’ anscheinend noch weniger als den ‘Adolf’, was?

Und falls Ihr es nicht verstanden habt, nochmal ganz langsam: Meine Eltern haben sich nicht gescheut, ihren politischen Standpunkt zu vertreten. Aber ich habe nie behauptet, daß ICH ein ‘Nationalsozialist’ bin…

Tabubrüche? Na ja, solange sie nicht über’s Knie gebrochen werden können sie doch ganz anregend sein, oder?

…meint der
Datenscheich

One Comment

  1. Posted Dezember 8, 2006 at 6:57 pm | Permalink

    Mein richtiger Name lautet Achmed Adolf Wolfgang Khammas. Aber da Ihr hier Kultur mit ‚c‘ schreibt, mögt ihr den ‚Wolfgang‘ anscheinend noch weniger als den ‚Adolf‘, was?

    Und falls Ihr es nicht verstanden habt, nochmal ganz langsam: Meine Eltern haben sich nicht gescheut, ihren politischen Standpunkt zu vertreten. Aber ich habe nie behauptet, daß ICH ein ‚Nationalsozialist‘ bin…

    Tabubrüche? Na ja, solange sie nicht über’s Knie gebrochen werden können sie doch ganz anregend sein, oder?

    …meint der
    Datenscheich


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